Chemie, Umwelt, Nachhaltigkeit

Dürfen teure Küchenmesser in die Spülmaschine? Was lösen Cola und Zitronenlimonade bei verrosteten Nägeln aus? Wer hat die Löcher in die Alufolie "geknabbert"? Wie schützt man eigentlich Schiffe im Meer vor dem Rosten? Für diese und noch viele andere spannende Fragen aus dem großen Themenbereich "Metalle" durften die siebten und achten Klassen der Altmühltal-Realschule in jeweils vier Schulstunden bei Experimenten versuchen, Antworten zu finden.

"Chemie, Umwelt, Nachhaltigkeit" - so lautet das Motto eines gemeinsamen Projekts der Universitäten Bremen, des Saarlandes, Erlangen-Nürnberg und der Pädagogischen Hochschule Karlsruhe. Im Rahmen dieses Projektes werden Schülerlaborversuche erarbeitet. Benutzt werden dafür eine Vielzahl von Kommunikationselementen aus der Lebenswelt der Schüler wie etwa Versuchsanleitungen mit Comics, Werbeanzeigen, Internetforen, Blogs und WhatsApp-Einträge. In Kooperation mit Rita Tandetzke, Verantwortliche für die Evaluation der Versuche an der Universität Erlangen-Nürnberg, gelang es der Fachschaft Chemie, das Schülerlabor an die Altmühltal-Realschule zu holen. Einen Vormittag lang durften die Schüler erste Kontakte mit dem Fach Chemie knüpfen. Nach Überwindung anfänglicher Berührungsängste mit Chemikalien und unbekannten Gerätschaften war schnell der Forschertrieb geweckt. Die Forschungsergebnisse der einzelnen Teams wurden am Ende des Aktionsvormittags stolz der Klasse vorgestellt. Da die Tage mit den beiden Jahrgangsstufen erfolgreich verliefen, wird die Universität Erlangen-Nürnberg auch noch die fünften und sechsten Klassen in Beilngries mit dem Thema "Alte Kulturpflanzen für die Chemie neu entdeckt" besuchen.

Rainer Platzer