Zeitzeugengespräch mit Sally Perel

Eine Begegnung der ganz besonderen Art fand am Donnerstag, den 13.10.2016 für die zehnten Klassen statt. Der 92-Jährige Sally Perel berichtete als Zeitzeuge von seinem (Über-)Leben während des dritten Reiches. 1925 in eine jüdische Familie hineingeboren, floh er mit dieser kurz nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten zuerst nach Polen und dann weiter nach Osten. Nach Beginn des Russlandfeldzuges wurde er von der Wehrmacht gefangengenommen. Ihm gelang es, sich als Volksdeutschen auszugeben, während die anderen jüdischen Gefangenen umgehend exekutiert wurden. Als Dolmetscher in einer Wehrmachtseinheit und später in einer Eliteschule der Hitlerjugend konnte er seine Herkunft verbergen und überlebte so das Grauen. Seine Autobiografie wurde später verfilmt. Der Film "Hitlerjunge Salomon" wurde für den Oskar nominiert und erhielt den Golden Globe. 

Die Schülerinnen und Schüler zeigten sich im hohen Maße ergriffen von den detailreichen, bildhaften Schilderungen der Geschehnisse. Auch Perels humorvolle Art, die er sich trotz seiner schlimmen Erlebnisse bewahrt hat beeindruckte die jungen Menschen.